Freitag, 25. September 2009

Eine Nacht im neuseeländischen Busch

Simon, Michael und ich werden in ca einer Woche eine 3- tägige Wandertour machen. Um uns darauf vorzubereiten haben wir uns mit Bernie (sie hat eine 2 Jährige Ausbildung in seakajak und new zealand bush tramping gemacht und arbeitet jetzt hier auf dem Camp) getroffen. Unter anderem sind wir auch den Fall durgegangen, dass sich einer von uns verletzt. Da man in den Bergen in Neuseeland ständig mit plötzlichem Wetterumschwung rechnen muss, sollte man sich in so einem Fall ein Biwak aufbauen. Da die beiden Jungs sowas noch nie gemacht haben wollte Bernie, dass wir das auf alle Fälle vorher üben. So haben wir also netterweise von Clint (er ist hier für uns zuständig) den Nachmittag am nächsten Tag frei bekommen um ein Biwak zu bauen. Da ich aber noch mit Sam bei den GoKarts zu tun hatte sind die Jungs schon voraus gegangen und haben angefangen das Biwak aufzubauen. Als ich ihnen dann zur Hilfe kommen wollte waren sie schon fertig und ich muss sagen sie haben es echt perfekt gemacht!!
Aber nur aufbauen und wieder abbauen wollten wir das Biwak dann auch nicht...also beschlossen wir eine Nacht darin zu schlafen.
Der Abend kam und es fing an zu tröpfeln aber wir wollten das trotzdem durchziehen. So sind wir gegen 22 Uhr, warm angezogen und mit Schlafsack und Isomatte richtung Biwak gelaufen. Haben es uns dann gemütlich gemach und waren alle fast schon am schlafen, als wir ein furchtbares Geräusch gehört haben, dass uns alle wieder aus dem Halbschlaf gerissen hat. Es hat sich angehört als ob ein kleines Mädchen kreischen würde! Wir beruhigten uns damit, dass es bestimmt ein Possum gewesen ist. Diese Tiere sind hier in Neuseeland sowas wie eine Plage und Bernie hatte uns am Abend vorher noch erzählt, dass die geuselige Geräusche machen. Sie sei sehr erschrocken, als sie das erste Mal ein Possum gehört hat.
Da ich sehr müde war hab ich relativ schnell geschlafen. Die Nacht war bitterkalt und regnerisch und deswegen bin ich auch ab und zu aufgewacht. Um 7 Uhr haben wir dann beschlossen aufs Camp zurück zu gehen weil wir alle durgefroren aber dank dem guten Biwak trocken waren. Nach einer heißen Dusche gings um 8e dann zur Arbeit. Clint erzählte uns dann, dass das wohl die kälteste Nacht des Monats gewesen sei die wir uns zum draußen schlafen rausgesucht haben...Naja wir hatten unseren Spaß dabei und jetzt sind wir auf alles vorbereitet!
Hoffentlich wird das Wetter bis dahin besser! Die letzten 2 Tage hat es nur geregnet und anscheinend hat es hier in den Bergen im Hinterland wo wir wandern wollen auch geschneit...

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